(Digital-)Fotografie

 

Obgleich mein Vater – zu seiner Zeit eher ungewöhnlich – sich als engagierter Hobbyfotograf Respekt und Anerkennung im größeren Bekanntenkreis erwarb, vermittelte er mir zu meinem späteren Bedauern nichts von seinen Erfahrungen und Kenntnissen zu Blende, Belichtungszeit, Brennweite, Licht und Schatten. Erst die  Betrachtung des von ihm fotografierten umfangreichen Bildmaterials viele Jahre später machte mir klar, dass ich hier sehr viel hätte lernen können…

Wie auch immer, eigenes Interesse an der Fotografie (damals noch Photographie) gewann ich erst mit der Geburt meines Sohnes Alexander 1977. Um die damit verbundenen „einmaligen“  Geschehnisse für mich und die Nachwelt zu dokumentieren, erwarb ich eine Polaroid-Spiegelreflex-Sofortbildkamera. Vor dem Hintergrund meiner damals eben überhaupt nicht vorhandenen Erfahrungen war das nun das Nonplusultra der Zeit für meine Zwecke – wenn auch etwas teuer!

Eigentlich war ich dann damit auch einige Jahre ganz zufrieden, bis ich ca. 1982 spontan eine ganz gewöhnliche Kleinbildsucherkamera (mit Fokussierhilfe) bei Photo Porst erwarb. Die war schön klein und machte für meine Ansprüche akzeptable Aufnahmen. Mit ihr erst begann ich mich auch für die physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu interessieren, die für die fotografische Abbildung der Welt auf ein Stück Kunststoff maßgeblich sind.


Dabei kam dann zwangsläufig der Tag (ca. 1985) an dem ich mir eine Spiegelreflex  (Quelle -> Ricoh -> Canon) mit Tele, Weitwinkel und Zoomobjektiven nicht mehr verkneifen konnte, um so „tolle“ Sachen damit zu machen, wie sie in diversen Fachzeitschriften ausführlich und immer wieder neu aufgelegt beschrieben wurden. Das hielt viele Jahre an…

 

 


Bis ich im Frühjahr 2002 nach einer schweren Krankheit das dringende Bedürfnis hatte, mir etwas „zu gönnen“ – in Form einer kleinen Digitalkamera von Sony. Sie war (ist) klein, leicht, immer dabei und macht exzellente Aufnahmen! Seit diesem Erwerb habe ich keine einzige Aufnahme mehr mit der Canon gemacht und sie eigentlich auch nur in einigen wenigen Aufnahmesituationen vermisst.

Die Digicam vereint nun für mich ein wenig die Vorteile der Sofortbildfotografie (das Ergebnis ist sofort verfügbar) mit denen einer kompakten Kleinbildkamera (sogar noch deutlich kompakter und mit allemal gleichwertiger Qualität) und sogar ein klein wenig Spiegelreflexfeeling (man sieht den Bildausschnitt so auf dem Display, wie das Ergebnis dann auch gespeichert wird). Außerdem sind die Ergebnisse äußerst kostengünstig, solange sie nicht auf Papier müssen.

Was will ich also mehr? Vielleicht die Canon EOS 300D, oder die Leica Digilux 2? Jaa, das wäre ein Hammer!!!