Wie kommen meine Videos auf die DVD (SVCD usw.)?

 

Meine Arbeitsschritte zur Erstellung einer DVD aus dem gefilmten Material  sind folgende:

  1. Übertragen der Daten vom Band des  CamCorder’s auf die Festplatte (Capturing).
  2. Rohbearbeitung (Szenenerkennung, Grobschnitt, Vorauswahl der gewünschten Szenen) der Videodaten möglichst im DV-Format.
  3. Feinbearbeitung (Zusammenstellung der Szenengruppen, Feinschnitt, Ergänzung um Überblendungen, Vorspann, Abspann, Ton etc.) der importierten Videoszenen zum gewünschten GesamtVideo.
  4. Generieren (Encodieren) der DVD-Daten nach zuvor erfolgter Definition von Kapiteln und Menüs und Ablage auf die Festpatte.
  5. Brennen der generierten Daten auf DVD.

 

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…Alle diese Schritte lassen sich grundsätzlich insgesamt mit Hilfe eines der modernen Authoringprogramme von z.B. Ulead, Pinnacle oder Magix abwickeln und das erfolgt dann auch sehr komfortabel. Tatsächlich existieren jedoch technische Rahmenbedingungen sowie Einschränkungen der Software, die dazu geführt haben, dass ich für jeden dieser Schritte zu „Spezialisten“ greife….

 

Zugegeben, das hat den Nachteil, dass ich ständig die Software wechseln muss, bietet jedoch folgende Vorteile in den einzelnen Schritten:

  1. begründet sich beim Import analoger Quellen via MovieBox ausschließlich daraus, dass die MovieBox nur von VideoStudio erkannt wird. Sollte jemandem ein Workaround hierfür bekannt sein, würde ich gerne grundsätzlich auf die Nutzung der Pinnacle-Software verzichten.
  2. Es kommt relativ häufig dazu, dass ich aus mehreren aufgenommenen Bändern eine Zusammenstellung bearbeiten möchte (z.B. alle Aufnahmen mit Arbeitskollege Meyer). Da zwangsläufig viele unerwünschte Szenen aufkommen und von der Software beim Schnitt nicht wirklich entfernt, sondern lediglich als gelöscht markiert werden, kommt es dabei schnell zu gigantischen Datenmengen auf meiner 160 GB-Festplatte, die von KEINEM der von mir getesteten Authoring-Programme wirklich akzeptabel gehandhabt werden können: Die Programme werden mindestens unerträglich langsam und viele stürzen früher oder später einfach ab!
    Obgleich beim Import von der Digitalkamera Alternativen durch gezielten Import (…) bestehen, habe ich mir angewöhnt, auch hier das gleiche Verfahren anzuwenden. Es besteht darin, mit dem wirklich genialen und äußerst günstigen (Schenkware) Tool AVcutty die Szenenerkennung und die Grobauswahl der gewünschten Szenen auf die DV-Daten anzuwenden. Nach einer AVcutty-Session können die unerwünschten Teile wirklich von der Platte gelöscht werden und für die Folgeverarbeitung bleibt nur noch der „kleine“ Rest, der wirklich benötigt wird.
  3. Die Feinbearbeitung würde ich wegen der sehr benutzerfreundlichen Oberfläche gerne mit VideoStudio8 durchführen, leider funktioniert das nur mit Kurzfilmen bis ca. 10 Min. Länge ist also indiskutabel. VideoDeLuxe ist dagegen nicht ganz so übersichtlich, bietet dafür jedoch jede technische Unterstützung in Hülle und Fülle und ist stabil – keine Abstürze!!!
  4. Das Killerargument für die Nutzung von VideoDeLux ist schließlich, dass die Encoder-Qualität hier überragend ist. Artefakte (Blockbildung) und Auflösungsschwächen die bei den Konkurrenzprodukten dieser Preiskategorie unübersehbar stören, spielen bei VideoDeLuxe praktisch keine Rolle. Die encodierten Daten lasse ich im DVD-Format auf die Festplatte schreiben, um sie unabhängig weiter zu verwenden.
  5. Da ich häufig aus einem Projekt mehrere DVD´s brennen möchte und kaum ein Programm diesen Job so perfekt erledigt wie NERO6, tue ich es halt mit diesem – an dieser Stelle hat VideoDeLuxe einige unerklärliche Schwächen (Brenner wird nicht erkannt, für zweite DVD wird neu encodiert usw.).

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Nein! Das galt für mich zwar noch bis vor kurzem, jedoch seit dem ich Magix Video DeLuxe 2005plus mit dem Patch 4.4.1.12(!!!) verwende, ist alles viel einfacher: Jeden der o.a. 5 Schritte kann ich mit hoher Flexibilität, Stabilität und Qualität bei guter Performanz durchführen!

 

Bearbeitung meiner Videos

Anmerkung zu Analog-Videos

Allein bedingt durch die Alterung der bei der Video-Aufzeichnung vorgenommenen Magnetausrichtung auf dem Band ergibt sich leider ein fortschreitender Qualitätsabfall insbesondere bei analogen Videos. Meine ältesten CamCorder-Aufnahmen ab 1988 (noch Video8) weisen hier schon deutlich reduzierte Kontrast- und Farbwerte sowie erhöhtes Rauschen und häufige Bildkipps auf.

 

Außerdem wirkt sich natürlich auch die mechanischen Belastung beim Abspielen der Videos immer wieder nachteilig auf die Wiedergabequalität aus.

 

Um meine analogen „Video-Schätze“ (ca. 100 Stunden) zu retten und wenigstens in der noch verfügbaren Qualität zu konservieren, habe ich mit der systematischen Digitalisierung, Bearbeitung und Ablage auf DVD auf dem PC begonnen.

 

Übertragung von Analogaufzeichnung

Für diesen ersten Schritt bieten sich unterschiedlich komfortable und kostenintensive Lösungen an.

 

 

Die adäquate Lösung für mich ist Terratec Cameo Convert als externer Wandler analog/digital in das DV-Format und umgekehrt via. Firewire, welche durch die Hardwaredigitalisierung absolut präzise Ton&Bild-Sychronität bei bester Qualität sicherstellt.

 

Hier genügt es, den CamCorder- oder Rekorder-Analogausgang mit einem der möglichen Eingänge des Cameo Convert sowie dessen Digital-Ausgang mit dem Firewire-Eingang des PC’s zu verbinden um die Hardware-Connectivity sicherzustellen (siehe Abbildung).

 

Um die Daten von der analogen oder digitalen Quelle als DV-Datei auf die Festplatte zu bringen, genügt es, die Video-Software auf Aufnahme zu schalten. Im Monitor-Fenster des Programmes wird das Video gezeigt, während die Daten auf die Platte geschrieben werden.

 

Vorsicht Falle! Die Datenmengen sind sehr(!) groß und müssen sehr schnell geschrieben werden. Eine moderne Festplatte ist unverzichtbar.

 

Wenn die DV-Aufzeichnung abgeschlossen ist, unterscheidet sich die weitere Bearbeitung des analogen Materials nicht von der nach dem Video-Einspielen eines digitalen CamCorders – siehe oben.